i-net PDFC
Whitepaper
i-net software GmbH
Leipziger Platz 16
10117 Berlin, Germany
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
i-net PDFC ist eine Software der 1996 gegründeten i-net software GmbH zum inhaltsbezogenen Vergleich von Dokumenten. Sie vergleicht PDF, DOCX, ODT, TXT und Bilddateien (PNG, JPEG, TIFF, BMP, GIF) sowie gescannte PDFs per OCR - als Desktop-Anwendung, über die Kommandozeile, als Server mit Web-API oder eingebettet über Java- und .NET-APIs. Standard- und Plus-Lizenzen gelten je Desktop-Installation, die Server-Lizenz je Server-Installation und Cloud-Lizenzen je Knoten; die kostenlose Testversion gilt 30 Tage.
1.1 Über i-net PDFC
PDF-Dateien sind der Standard für den Austausch von Dokumenten in Unternehmen, Behörden und im privaten Bereich - für Verträge, Berichte, Rechnungen und vieles mehr. Änderungen zwischen zwei Versionen zu finden, ist dabei schwierig, vor allem wenn die Dateien nicht binär, sondern inhaltlich verglichen werden müssen. Die Stärke von i-net PDFC liegt in der Analyse der Dokumentenstruktur: Es erkennt Textänderungen, Tabellenmodifikationen, Stilunterschiede, Formatierungsverschiebungen und verschobene Absätze - nicht nur eingefügten oder gelöschten Text - und vergleicht optional auch visuelle Elemente wie Formen oder Bilder. Der Vergleich lässt sich flexibel auf die relevanten Inhalte beschränken. Häufige Szenarien sind:
- Versionskontrolle in der Dokumentenverwaltung.
- Qualitätskontrolle in der Druck- und Publishing-Branche.
- Rechtsprüfungen, z. B. bei Verträgen oder Patenten.
- Auditing und Compliance in regulierten Industrien wie Finanzwesen oder Pharma.
Die Ergebnisse zeigt i-net PDFC wahlweise in einer umfangreichen Webanwendung oder als Export, etwa als PDF, Bild, Bericht oder JSON. Die Anwendung ist pluginbasiert und lässt sich so an verschiedene Szenarien anpassen oder reduzieren. Auf dem Server ergänzt die Dashboard-Anwendung anpassbare Übersichtsseiten zur Betriebsüberwachung neben Dokumenten-Drive und Vergleichs-Workflows.
2 Funktionen
2.1 Inhaltsbezogener Vergleich
Das Format PDF zeichnet sich durch hohe Flexibilität und breite Unterstützung aus und ist der Standard für Dokumentenübermittlung. Allerdings ist PDF ursprünglich für den Druck konzipiert und enthält, anders als beispielsweise DOCX, oft keine Informationen über die Strukturierung des Inhalts, was automatisierte Vergleiche von PDFs sehr fehleranfällig macht.
i-net PDFC geht über einfache Textvergleiche hinaus und vergleicht Dokumente inhaltsbezogen (Content-Aware Comparison). Die Software vergleicht nicht nur Text, sondern auch Linien, Formen, Bilder und andere visuelle Elemente. Dabei führt i-net PDFC keine einfache Textkonvertierung oder Pixel-für-Pixel-Vergleiche durch, die beide zu Informationsverlusten führen würden. Stattdessen führt die Software einen tiefgreifenden Strukturvergleich durch, der Stile, Formen und vieles mehr berücksichtigt. Bei getaggten PDFs und PDF/UA-Dokumenten bezieht er auch die vorhandene Dokumentstruktur ein. So lassen sich Änderungen mit Bezug zur Barrierefreiheit besser einordnen.
Ein textbasiertes Vergleichstool findet vielleicht 5 Texteinfügungen. i-net PDFC findet diese 5 - plus 50 Stilunterschiede, Formatierungsverschiebungen und strukturelle Änderungen, die reine Text-Tools komplett übersehen.
Die Darstellung der Unterschiede funktioniert so, als würde man zwei Blätter Papier gegen das Licht halten: Abweichungen werden direkt im Dokument sichtbar.
2.2 Kontrollierte Sensitivität
Für die wichtigsten Vergleichsoptionen bietet i-net PDFC eine kontrollierte Sensitivität (Controlled Sensitivity): Die Oberfläche zeigt nur die Optionen, die für das Ergebnis wirklich wichtig sind, und erlaubt dabei eine feine Einstellung des Vergleichs. Weitere Einstellungen sind über Vergleichsprofile, das SDK für Java und .NET und die REST-API möglich.
2.3 Filter- und Analyse-Plugins
Mit zusätzlichen, optionalen Filtern und OCR-Plugins passen Sie den Vergleich an Ihre Anforderungen an. Filter erkennen etwa Kopf- und Fußzeilen automatisch oder per manueller Einstellung, damit diese nicht zu unnötigen Unterschieden führen, erkennen mehrspaltige Layouts und Tabellen oder schließen bestimmte Bereiche vom Vergleich aus. Die verfügbaren Filter beschreibt der Abschnitt Vergleichseinstellungen.
2.4 Visuelle Darstellung der Unterschiede
Als Desktop- oder Webanwendung bietet i-net PDFC eine interaktive Darstellung der Vergleichsergebnisse. Die Anzeige umfasst die Originaldokumente mit einer Gegenüberstellung und Hervorhebung aller Unterschiede, der optionalen textuellen Auflistung derselben sowie einer umfangreichen Konfiguration der Darstellung.
2.5 Export und Berichterstellung
Mit der Funktion Export and Report erstellen Sie zusammenfassende Berichte über die Unterschiede in den Dokumenten. Außerdem können Sie die Dokumente mit hervorgehobenen Unterschieden als neue PDFs drucken oder exportieren. Alle erkannten Unterschiede werden dabei als Annotationen in das PDF eingefügt. Beim PDF-Export lassen sich unter anderem Papierformat, Seitenfilter (nur Seiten mit Unterschieden), Passwortschutz, die angezeigten Unterschiede und Filter sowie die Farben der Änderungstypen einstellen.
Welche Formate zur Verfügung stehen, hängt vom Weg ab:
| Weg | Exportformate |
|---|---|
| Desktop-Anwendung | Druck, PDF (optional mit Passwort), PNG (mehrseitig als ZIP-Archiv), Bericht als PDF, XLS, XLSX, ODS oder RTF |
| Webanwendung (Server) | |
| Kommandozeile (Plus) | Druck, PDF, PNG, Unterschiedsbilder, Bericht als PDF, XLS, XLSX, ODS oder RTF; Zusammenfassung als JSON per Plugin |
| Aufgabenplanung (Server) | PDF, Bilder, Bericht, JSON oder Textprotokoll (ein Format je Aufgabe) |
| REST-API (Server) | PDF, Bericht (PDF, XLS, XLSX, ODS, RTF), Protokoll; Anzahl der Unterschiede und Protokoll auch als JSON |
3 Anwendungsbereiche
3.1 Unterstützte Dateiformate
i-net PDFC unterstützt eine Vielzahl von Dateiformaten für den Vergleich. Die Hauptformate, die i-net PDFC nativ unterstützt, sind:
- PDF-Dateien: alle PDF-Versionen; nicht ausgewertet werden unter anderem XFA-Formulare, interaktive Formularfelder sowie Rich Media und eingebettete Dateien
- Microsoft Word: DOCX-Dateien mit vollständiger Formatierung
- OpenDocument: ODT-Dateien
- Bildformate: PNG, JPEG, TIFF, BMP und GIF; mehrseitige Bilddokumente als ZIP-Archiv
- Textdateien: TXT (Plain Text) in verschiedenen Kodierungen
Zusätzliche Funktionen für spezielle Anwendungsfälle sind:
- OCR-Funktionalität: Texterkennung in gescannten PDFs und Bildern mit mindestens 300 DPI Auflösung
- Mehrsprachige Texterkennung: Unterstützung für verschiedene Sprachen
- Kombinierte Vergleiche: Beliebig kombinierbare Dateiformate in einem Vergleich
3.2 Erkennbare Änderungen
i-net PDFC erkennt ein breites Spektrum von Änderungen, wie z. B. detaillierte Änderungen im Textinhalt und dessen Formatierung. Dazu gehören:
- Textmodifikationen: Hinzugefügter, gelöschter oder geänderter Text
- Schriftarten- und Stiländerungen: Änderungen in Schriftart, -größe, -farbe und -stil
- Formatierungsänderungen: Fett, kursiv, unterstrichen und andere Textformatierungen
Auch visuelle und strukturelle Änderungen werden präzise erkannt:
- Objektplatzierung: Position und Größe von Grafiken, Tabellen und anderen Objekten
- Objektstile: Änderungen in Linienstärke, Farbe und anderen visuellen Eigenschaften
- Tabellen und Spalten: Erkennung und Vergleich von Daten in Tabellen und Spalten
Dokumentstrukturen und -organisation werden ebenfalls überwacht:
- Seitenlayout: Änderungen in der Seitenstruktur und -aufteilung
- Kopf- und Fußzeilen: Änderungen in den Kopf- und Fußzeilen des Dokuments
- Seitennummerierung: Änderungen in der Seitennummerierung und -struktur
3.3 Anwendungsfälle nach Zielgruppen
- Für Einzelbenutzer:
- Versionskontrolle: Nachverfolgung von Änderungen in persönlichen Dokumenten
- Qualitätskontrolle: Überprüfung von Dokumenten vor der Weitergabe
- Rechtsprüfungen: Vergleich von Verträgen und rechtlichen Dokumenten
- Für Teams und Unternehmen:
- Auditing und Compliance: Überwachung von Änderungen in regulierten Industrien
- Änderungsmanagement: Nachverfolgung von Änderungen in technischen Dokumentationen
- Workflow-Integration: Automatisierte Dokumentenvergleiche in bestehenden Prozessen
- Für Entwickler:
- CI/CD-Integration: Automatisierte Dokumentenvergleiche in Build-Pipelines
- Unit-Tests: Integration in die Test-Frameworks JUnit (Java) und NUnit (.NET)
- Einbettung: Integration in eigene Anwendungen über das SDK für Java und .NET
4 Produktvarianten
4.1 Desktop-Anwendung
Die Desktop-Anwendung von i-net PDFC ist für Einzelbenutzer auf einem einzelnen Gerät gedacht. Sie bietet die vollständige Vergleichsfunktionalität ohne den Verwaltungsaufwand der Server-Anwendung. Alle Dateien werden auf dem lokalen Computer des Benutzers gespeichert.
Die Desktop-Anwendung bietet für Einzelbenutzer folgende Vorteile:
- Vollständige Vergleichsfunktionalität
- Lokale Datenspeicherung - Dokumente und Vergleichsdaten bleiben auf Ihrem Computer
- Einfache Installation und sofortige Nutzung
- Keine Netzwerkabhängigkeit für den Vergleich
- Für gelegentliche Vergleiche und Einzelarbeitsplätze
4.2 Serveranwendung
Der i-net PDFC Server ermöglicht mehreren Benutzern, Vergleiche mit ihren eigenen Benutzerkonten zu erstellen. Sie können Dateien und Vergleichsergebnisse speichern, die Aufgabenplanung nutzen oder auf die Web-API zugreifen. Der Server umfasst diese Anwendungen und Funktionen, die in den folgenden Kapiteln beschrieben sind:
- Webanwendung für Dokumentenvergleiche im Browser mit Drag & Drop-Upload und Teilen von Profilen und Ergebnissen
- Dokumenten-Drive und Dashboard-Anwendung
- Aufgabenplanung für zeit- und ereignisgesteuerte Vergleiche
- REST-API sowie JUnit- und NUnit-Bibliotheken für automatisierte Tests
- Benutzer- und Gruppenverwaltung mit Quota-System und Konfigurationsmanager für alle Server-Einstellungen
- Statistik- und Diagnose-Anwendung zur Überwachung des Servers
- Plugin Store für Updates und neue Funktionen
Die Weboberfläche wird durch ein Berechtigungssystem abgesichert, mit dem sich einzelne Funktionen je Benutzer oder Gruppe aktivieren oder deaktivieren lassen. So erhalten verschiedene Benutzergruppen unterschiedliche Funktionsumfänge.
Fast alle Anwendungen auf dem Server bieten eine Suche. Der Zugriff erfolgt über http://<hostname>:<port> oder beim Betrieb in einem Anwendungsserver wie Apache Tomcat (Jakarta EE) über http://<hostname>:<port>/<servletcontext>.
5 Erweiterte Funktionen
5.1 Dokumenten-Drive
Der Dokumenten-Drive ist ein zentraler Speicherort auf dem Server, an dem Benutzer Dokumente für Vergleiche direkt speichern und verwalten können. Gemeinsam mit System- und Dokumenten-Berechtigungen bietet der Drive eine einfache Möglichkeit, die Sichtbarkeit und den Zugriff auf Dokumente für Benutzer und Gruppen zu verwalten.
Der Dokumenten-Drive bietet folgende Funktionen für die zentrale Dokumentenverwaltung:
- Zentrale Speicherung: Dokumente werden auf dem Server gespeichert
- Berechtigungsverwaltung: Granulare Kontrolle über Zugriffsrechte für Benutzer und Gruppen
- Webbasierte Verwaltung: Oberfläche zum Suchen, Laden, Ändern und Speichern von Dokumenten
- Drag & Drop-Upload: Hochladen von Dokumenten per Drag & Drop
- Ordnerstruktur: Ablage in benutzerdefinierten Verzeichnissen
- Mounts: Externe Verzeichnisse und Dienste, z. B. Google Drive oder Dropbox, lassen sich per Mount integrieren
Der Drive ist in die Vergleichsfunktionen von i-net PDFC integriert, sodass Benutzer ohne externe Werkzeuge oder Dateiübertragungen zwischen Dokumentenverwaltung und Vergleich wechseln:
- Direkter Vergleich: Dokumente können direkt aus dem Drive für Einzelvergleiche ausgewählt werden
- Vergleichsprofile: Speicherung und Wiederverwendung von Vergleichsprofilen
- Ergebnis-Speicherung: Vergleichsergebnisse können im Drive archiviert werden
- Aufgabenplanung: Batch-Vergleiche werden über die Aufgabenplanung ausgeführt, nicht direkt aus dem Drive
5.2 Dashboard-Anwendung
Die Serverplattform umfasst die Dashboard-Anwendung: anpassbare Übersichtsseiten mit flexiblem Widget-Raster, Drag-and-Drop-Layout, Echtzeit-Aktualisierung und Freigabe für Benutzer und Gruppen. Zur Darstellung stehen u. a. Werte, Messanzeigen, Diagramme, Tabellen und Ampeln; Dashboards lassen sich als .dashboard-Datei importieren und exportieren. System-Widgets unterstützen den Betrieb (z. B. Ressourcen, Zertifikate, HTTP-Prüfungen und Diagnose) ergänzend zu Dokumenten-Drive und Vergleich im Web-Interface.
5.3 Automatisierung mit der Aufgabenplanung
Die Aufgabenplanung erlaubt das zeitgesteuerte oder ereignisgesteuerte Ausführen von Dokumentenvergleichen. Sie steht als Plugin zur Verfügung und ist ab der Server-Lizenz nutzbar, also auch mit Private-Cloud-, Public-Cloud- und Site-Lizenz; die Standard- und Plus-Lizenz enthalten sie nicht.
- Zeitgesteuerte Vergleiche: Regelmäßige Dokumentenvergleiche zu festgelegten Zeiten
- Ereignisgesteuerte Vergleiche: Automatische Ausführung bei Dateiänderungen oder API-Aufrufen
- Batch-Vergleiche: Vergleich ganzer Verzeichnisstrukturen mit identischen Dateinamen
- Verteilung: Vergleichsergebnisse können per E-Mail, FTP, Dateisystem oder Drive verteilt werden
- Ausgabeformate: PDF, Bilder, Bericht, JSON oder Textprotokoll (ein Format je Aufgabe)
- Systemaufgaben: Automatisierung von Backups und Wartungsaufgaben
Typische Anwendungsfälle sind regelmäßige Dokumentenprüfungen (z. B. tägliche oder wöchentliche Vergleiche von Dokumentenversionen), Compliance-Prüfungen und die Automatisierung bestehender Unternehmensprozesse.
Die Aufgabenplanung lässt sich durch Plugins um eigene Ausgabeziele und eigene Aktionen erweitern. Definitionen der Aufgabenplanung sind außerdem über die WebAPI abrufbar; für jede Aufgabe gibt es eine eigene Ausführungshistorie. So bleiben automatisierte Vergleiche nachvollziehbar.
5.4 Integration, Schnittstellen und APIs
i-net PDFC läuft als Desktop-Anwendung oder als Server und lässt sich über das SDK für Java und .NET in eigene Anwendungen einbetten. Die Plus-Lizenz ergänzt die Kommandozeile für lokale Batch-Vergleiche und das SDK für Java und .NET. Die Server-Lizenz ergänzt REST-API (OpenAPI), Aufgabenplanung sowie JUnit- und NUnit-Unterstützung. Folgende Schnittstellen stehen zur Verfügung:
- REST-API (ab Server-Lizenz): Webbasierte Schnittstelle für automatisierte Vergleiche und externe Anwendungen
- KI-Anfragen in der Aufgabenplanung (ab Server-Lizenz): Auswahl aktivierter Tools sowie Antwortformate wie Text, HTML oder Markdown
- Kommandozeile (Plus-Lizenz): Batch-Vergleiche für Skripte und Build-Pipelines
- SDK für Java und .NET (Plus-Lizenz): Direkte Integration in bestehende Anwendungen
- JUnit-/NUnit-Bibliotheken (ab Server-Lizenz): Automatisierte Tests in Continuous-Integration-Umgebungen
Die KI-Funktionen werden auf dem Server konfiguriert und über Berechtigungen abgesichert. Details finden Sie in der Dokumentation zur KI-Integration und in den Versionsinformationen.
5.4.1 Kommandozeile
Die Kommandozeile ermöglicht automatisierte Batch-Vergleiche, etwa in Skripten oder Build-Pipelines, mit diesen Konfigurationsmöglichkeiten:
- Batch-Vergleiche: Automatischer Vergleich ganzer Verzeichnisse mit identischen Dateinamen
- Exportformate: siehe Export und Berichterstellung
- Konfigurierbare Ausgabe: Unterschiedsbilder, XOR-Differenzen, Seitenansichten
- Erweiterte Optionen: Passwortgeschützte PDFs, Seitenfilter, Skalierung, Querformat
- Fehleranalyse: Detaillierte Auswertung mit Seitenansichten und Protokollierung
5.4.2 Test-Integration
i-net PDFC bietet spezielle Bibliotheken für die Integration in Unit-Tests, die es Entwicklern ermöglichen, Dokumentenvergleiche direkt in ihre Test-Suites einzubinden. Die Bibliotheken prüfen Dokumente gegen einen i-net PDFC Server im Netzwerk und setzen daher eine Server-, Cloud- oder Site-Lizenz voraus.
- JUnit (Java): Integration über die Bibliothek
pdfcjunitfür Java-basierte Projekte - NUnit (.NET): Integration über die Bibliothek
PDFCNUnitfür .NET-basierte Projekte
PDFs lassen sich so in Unit-Tests auf Änderungen prüfen, auch mit unterschiedlichen Vergleichsprofilen. Manuelle Prüfungen entfallen. Weitere Details finden Sie in der Dokumentation zu JUnit und der Dokumentation zu NUnit.
5.5 Vergleichsansicht und Zusammenarbeit
Die Webanwendung bietet Funktionen, mit denen Benutzer komplexe Dokumente präzise analysieren und die Ergebnisse verwalten und teilen.
Die Vergleichsansicht ist für die Analyse von Dokumentenunterschieden gebaut. Durch die synchronisierte Darstellung erkennen Benutzer Änderungen, ohne zwischen verschiedenen Ansichten wechseln zu müssen. Die Vergleichsseitenleiste bietet dazu Suche, kontextbezogene Hilfe, gespeicherte Einstellungen und Empfehlungen.
- Synchronisierte Scroll-Ansicht: Dokumente werden auf einer virtuellen Linie synchronisiert, um Texte und Unterschiede nebeneinander zu betrachten
- Interaktive Unterschiedsmarkierung: Unterschiede werden visuell markiert und mit Linien verbunden
- Tooltip-Details: Beim Überfahren der markierten Bereiche werden detaillierte Unterschiedsinformationen angezeigt
- Unterschiedsliste: Auflistung aller gefundenen Änderungen mit direkter Navigation
Mit Vergleichsprofilen lässt sich i-net PDFC an verschiedene Dokumenttypen und Anwendungsfälle anpassen. Administratoren können vordefinierte Profile bereitstellen. Benutzer können Profile für ihre Bedürfnisse anpassen, aus bestehenden Profilen ableiten und so wiederholbare Vergleichsabläufe einrichten.
- Vordefinierte Profile: Abgestimmte Einstellungen für verschiedene Dokumenttypen
- Anpassbare Einstellungen: Duplizierung und Anpassung von Profilen für spezielle Anforderungen
- Administrator-Profile: Veröffentlichung von benutzerdefinierten Profilen durch Administratoren
- Import/Export: Portierbare Profile zwischen Desktop-Anwendung, API und Server-Installationen
Mit den Funktionen für die Zusammenarbeit teilen Benutzer Vergleiche gezielt mit Kollegen und behalten dabei die Kontrolle über Berechtigungen und Sichtbarkeit.
- Teilen mit Gruppen: Teilen von Vergleichen mit ausgewählten Benutzern und Gruppen
- Teilen per Link: Erzeugen von Links für die Weitergabe
- Berechtigungsmanagement: Kontrolle über Sichtbarkeit und Bearbeitungsrechte
- Titelverwaltung: Beschreibung von Vergleichen für bessere Organisation
- Echtzeit-Präsenz: Anzeige aktiver Benutzer mit Avatar und Benutzername
- Temporäre Vergleiche: Automatische Löschung ohne Titel, permanente Speicherung mit Titel
5.6 Vergleichseinstellungen
i-net PDFC bietet diese Einstellungen für präzise Dokumentenvergleiche:
- Vergleichsmodi:
- Standard-Modus: Fokus auf kontinuierlichen Textfluss, toleriert Verschiebungen durch eingefügte Elemente
- Strict-Modus: Exakte Positionierung erforderlich, alle Elemente müssen an identischer Stelle stehen
- Filter:
- Tabellenerkennung: Automatische Erkennung und zellbasierter Vergleich von Tabellen. Ein lokales KI-Modell erkennt auch Tabellen ohne sichtbare Rahmen; es benötigt Python und lädt beim ersten Einsatz bis zu 1 GB Abhängigkeiten aus dem Internet. Tabellen lassen sich nach Schlüsselspalten vergleichen: nach der ersten Spalte oder nach automatisch erkannten 1 bis 3 Spalten.
- Mehrspaltiges Layout: Texterkennung für Zeitungs- und Magazinlayouts
- Kopf- und Fußzeilen: Automatische oder manuelle Erkennung und Ausschluss von Kopf- und Fußzeilen
- OCR: Texterkennung mit Sprachunterstützung und Fehlerkorrektur
- Bereichsfilter: Pixelgenaue Definition von Vergleichsbereichen über alle Seiten
- Textvergleich:
- Toleranz-Einstellungen: Konfigurierbare Abweichungen für Textposition und -größe
- Stil-Vergleich: Schriftart, -größe, -farbe und -stil separat prüfbar
- Sprachunterstützung: Automatische Spracherkennung oder manuelle Sprachauswahl
- Zeichen-Normalisierung: Zerlegung komplexer Zeichen und Ligaturen
- Bild- und Objektvergleich:
- Farbtoleranz: Konfigurierbare Toleranz für Farbunterschiede in Bildern
- Linien- und Formen-Vergleich: Vergleich von Vektorgrafiken mit Toleranz-Einstellungen
- Annotationen: Optionaler Vergleich von PDF-Annotationen
- Metadaten-Vergleich: Vergleich von Bild-Metadaten (DPI, Format, Farbmodell)
6 Technische Aspekte
6.1 Verarbeitung großer Dokumente
i-net PDFC ist darauf ausgelegt, auch mit großen und komplexen Dokumenten effizient zu arbeiten. Ein typischer Textvergleich von 200 Seiten dauert unter 3 Minuten; die Dauer hängt von Hardware, Profil und Dokumenten ab. Das Warteschlangensystem verarbeitet Aufträge in Eingangsreihenfolge, führt sie automatisch aus, sobald der Server Kapazität frei hat, und verhindert Speicherengpässe bei parallelen Vergleichen. Wartende Aufträge lassen sich unterbrechen. So werden auch PDF-Dateien mit mehreren hundert Seiten oder hoher Auflösung zuverlässig verarbeitet.
i-net PDFC startet Vergleiche nur dann ohne Warteschlange, wenn mindestens 15% des maximalen Prozessspeichers verfügbar sind und ein freier Executor-Thread vorhanden ist. Zusätzlich wird der prognostizierte Heap-Bedarf der zu vergleichenden Dokumente berücksichtigt, um Out-of-Memory-Situationen zu vermeiden. Für größere Dokumente ist entsprechend mehr freier Speicher erforderlich.
Für große Dokumente empfiehlt i-net PDFC pro parallelem Vergleich 2 CPU-Kerne und etwa 1 GB Heap-Speicher. Diese Werte können je nach Komplexität der Dokumente variieren - große Dokumente mit vielen Bildern erfordern deutlich mehr Rechenleistung und Speicher als einfache Textdokumente.
Um die Verarbeitung großer Dokumente zu beschleunigen, kann die Anzahl der verfügbaren Job-Executors in der Serverkonfiguration erhöht werden. Das verbessert die Parallelverarbeitung und reduziert Wartezeiten bei mehreren gleichzeitigen Vergleichsaufträgen.
6.2 OCR und fehlendes Character Mapping
Ein häufiges Problem bei PDF-Dokumenten ist das fehlende Character Mapping, also eine fehlende Zeichen-Zuordnung. Dieses Problem tritt auf, wenn PDF-Dateien zwar korrekt angezeigt werden, aber die interne Zeichen-Zuordnung fehlt oder beschädigt ist. Die Folge ist, dass der Text im Vergleichsergebnis korrupt erscheint oder beim Kopieren und Einfügen unleserlich wird. Im Detail bedeutet dies:
- Visuell korrekte Darstellung: Das PDF wird im Viewer korrekt angezeigt
- Korrupte Textverarbeitung: Der Text erscheint im Vergleichsergebnis als unleserliche Zeichen
- Probleme beim Kopieren: Beim Kopieren und Einfügen wird der Text ebenfalls korrupt dargestellt
- Vergleichsfehler: Unterschiede werden nicht korrekt erkannt, da der Text nicht maschinenlesbar ist
Die Ursache hierfür ist, dass PDF-Dateien eine Character-Mapping-Tabelle benötigen, um visuelle Zeichen in maschinenlesbaren Text zu übersetzen. Fehlt diese Zuordnung, kann die Software den Text nicht korrekt interpretieren, obwohl er visuell korrekt dargestellt wird.
Die Lösung ist ein spezieller Filter für die OCR-basierte Textwiederherstellung. Dieser Filter:
- Erkennt fehlende Character Mappings automatisch
- Verwendet OCR-Technologie zur Rekonstruktion der korrekten Zeichen-Zuordnung
- Stellt die maschinenlesbare Textrepräsentation wieder her
- Verbessert die Genauigkeit mit zunehmender Textmenge - mehr Text führt zu höherer OCR-Genauigkeit
Zur Anwendung kommt diese Technik z. B. bei:
- gescannten Dokumenten mit fehlender Textschicht
- konvertierten PDFs mit defekten Character Mappings
- älteren PDF-Dateien mit veralteten Encoding-Standards
- Dokumenten aus verschiedenen Quellen mit inkonsistenten Zeichen-Zuordnungen
Durch die automatische Erkennung und Korrektur von Character-Mapping-Problemen ermöglicht i-net PDFC zuverlässige Vergleiche auch bei solchen PDF-Dateien.
6.3 Performance-Optimierung
Eine stabile Serververarbeitung gelingt, wenn der verfügbare Speicher gezielt genutzt wird. Über den Parameter -Xmx lässt sich der JVM-Heap anpassen und auf das vorhandene RAM abstimmen. So hat die Anwendung genügend Reserven, ohne das System zu überlasten.
Weitere Optimierungen entstehen durch das Setzen von Cache-Limits oder durch die Aufteilung großer Dokumente in kleinere Segmente. Auf diese Weise bleibt der Speicherbedarf überschaubar, und auch umfangreiche Dokumentenvergleiche laufen zuverlässig.
7 Administration
7.1 Benutzer- und Gruppenverwaltung
i-net PDFC verfügt über eine Benutzer- und Gruppenverwaltung für die zentrale Verwaltung von Benutzern, Gruppen und Berechtigungen.
7.1.1 Zentrale Benutzerverwaltung
- Vollständige Benutzerkonten: Benutzer haben vollständige Konten mit mehreren Authentifizierungsmitteln
- Mehrfache Authentifizierung: Ein Benutzer kann mehrere Login-Provider für dasselbe Konto nutzen, z. B. Windows AD und GitHub
- Benutzerdefinierte Gruppen: Erstellung eigener Gruppen unabhängig von externen Authentifizierungssystemen
- Gruppenzuweisungen: Benutzer können mehreren Gruppen zugewiesen werden
- Berechtigungsverwaltung: Konfiguration von Berechtigungen für Anwendungen und Funktionen
- Effektive Berechtigungen: Überprüfung der kumulierten, effektiven Berechtigungen eines Benutzers
7.1.2 Datenschutzfunktionen (DSGVO)
- Zugriff auf eigene Daten: Benutzer können Informationen einsehen, die über sie gespeichert sind
- Transparenz: Übersicht über gesammelte und verarbeitete Daten
- Kontokontrolle: Benutzer haben Kontrolle über ihre eigenen Konten
7.1.3 Quota-System
Das integrierte Quota-System begrenzt und überwacht den Speicherverbrauch:
- Benutzer-Quotas: Individuelle Speicherplatz-Limits für jeden Benutzer
- Nutzungsüberwachung: Echtzeit-Anzeige der Quota-Nutzung in der Werkzeugleiste
- Verwaltung: Administratoren können Quotas anpassen und verwalten
- Bereinigung: Alte Vergleiche können gelöscht werden, um Speicherplatz freizugeben
- Upload-Beschränkungen: Schutz vor übermäßiger Speichernutzung durch Größenlimits für Dokumente
7.2 Authentifizierung
i-net PDFC bringt eine eingebaute Authentifizierung mit. Diese muss nicht genutzt werden, wenn die Host-Anwendung die Authentifizierung selbst übernimmt. Im Mittelpunkt steht eine einfache Anmeldung per Single Sign-On (SSO): Zusätzliche Plugins unterstützen Identitätsmanagementsysteme wie OAuth, LDAP, Windows und PAM. Benutzer und Gruppen lassen sich außerdem per SCIM v2 bereitstellen, zum Beispiel aus Microsoft Entra ID.
Falls kein zentrales System für die Authentifizierung zur Verfügung steht, können Benutzer direkt mit Passwort gespeichert werden. Passwörter werden ausschließlich als gesalzener Hash gespeichert. Die Regeln für die Komplexität des Passworts sind einstellbar.
Für noch mehr Sicherheit lassen sich Zwei-Faktor-Authentifizierung oder Passkeys verwenden. Wird die Zwei-Faktor-Authentifizierung erzwungen, muss jeder Anwender beim nächsten Login einen zweiten Faktor hinterlegen. Hierfür stehen je nach Serverkonfiguration unter anderem die tokenbasierte Authentifizierung per App, E-Mail oder Hardware-Key zur Verfügung.
7.3 Systemüberwachung und Diagnose
Administratoren haben über eigene Anwendungen Zugriff auf Server-Statistiken, während der Server in Betrieb ist. Hier wird unter anderem angezeigt:
- Sitzungsstatistiken: Wie viele Sitzungen es gab und aktuell gibt
- Vergleichsstatistiken: Welche Dokumente verglichen wurden und in welcher Häufigkeit
- Zugriff auf Logdateien: Die Diagnose-Anwendung zeigt die Logdateien direkt an und findet konkrete Einträge über eine Suche, etwa für Fehlerdiagnose und Performance-Optimierung
7.4 Sicherheit und Datenschutz
Beim Dokumentvergleich bleiben Dokumente und Vergleichsdaten in Ihrer Umgebung: lokal auf Ihrem Computer bei der Desktop-Anwendung von i-net PDFC und auf Ihrem eigenen Server beim i-net PDFC Server. i-net PDFC übermittelt diese Daten für den Vergleich nicht an Drittanbieter.
Davon getrennt können optionale Serverfunktionen mit externen Diensten, etwa KI-Anbietern, verbunden werden. Diese Dienste erhalten die Daten, die für die jeweilige konfigurierte Funktion übermittelt werden.
- Temporäre Dateien: werden sicher verwaltet und nach Abschluss des Vergleichs automatisch gelöscht
- Sitzungen: Jede Vergleichssitzung wird isoliert behandelt; Sitzungs-IDs sind komplex und nicht erratbar; inaktive Sitzungen werden automatisch bereinigt
- Datenminimierung: Nur notwendige Daten werden verarbeitet
- Löschung: Automatische und manuelle Löschung von Vergleichsdaten
- Zugriffskontrolle: Granulare Berechtigungen für verschiedene Benutzergruppen
- Transparenz: Nachvollziehbare Kontrolle über lokal verarbeitete Daten und konfigurierte Integrationen
8 Lizenzierung
8.1 Übersicht
| Lizenz | Deployment | Benutzer | Kernfunktion | Geeignet für |
|---|---|---|---|---|
| Standard | Desktop, lokal | 1 | Direkter Vergleich, Daten lokal | Einzelnutzer, gelegentliche Vergleiche |
| Plus | Desktop + Kommandozeile | 1 | Batch-Vergleich, SDK für Java und .NET | Entwickler, Batch-Verarbeitung |
| Server | On-Premises | Unbegrenzt | Web-Zugriff, REST-API, Aufgabenplanung, JUnit/NUnit | Teams, sensible Daten, hohe Automatisierung |
| Private Cloud | Private Cloud, VPN | Unbegrenzt | Server über VPN erreichbar | Mehrere Standorte mit VPN |
| Public Cloud | Öffentliches Internet | Unbegrenzt | Öffentlicher Zugriff (Port 80/443) | Verteilte Teams ohne VPN |
| Site | Firmen-Standort (DNS) | Unbegrenzt | Mehrfache Instanzen pro Standort | Mehrere Server-Instanzen |
Die serverseitigen Funktionen verteilen sich so auf die Lizenzen:
| Funktion | Standard | Plus | Server | Private/Public Cloud | Site |
|---|---|---|---|---|---|
| Kommandozeile, SDK für Java und .NET | - | ja | - | - | - |
| Webanwendung, Dokumenten-Drive, Dashboard | - | - | ja | ja | ja |
| REST-API, Aufgabenplanung, JUnit/NUnit | - | - | ja | ja | ja |
| Betrieb in Containern (z. B. Docker) | - | - | - | ja | ja |
Alle Lizenzen sind als Jahreslizenz oder als Dauerlizenz erhältlich. Standard- und Plus-Lizenzen gelten je Desktop-Installation, die Server-Lizenz je Server-Installation, Private- und Public-Cloud-Lizenzen je Knoten; die Site-Lizenz erlaubt beliebig viele Installationen an einem Standort. Aktuelle Preise finden Sie auf der Produktseite von i-net PDFC.
8.2 Standard
Die Standardlizenz erlaubt den direkten Dokumentenvergleich in der Desktopanwendung. Alle Anwendungsdaten verbleiben auf dem Computer. Diese Lizenz eignet sich für Einzelpersonen, die lokal vereinzelte Vergleiche durchführen wollen.
8.3 Plus
Die Plus-Lizenz enthält zusätzlich die Kommandozeile. Sie eignet sich besonders für den Batch-Vergleich von Dokumenten, die sich auf dem Computer befinden. Außerdem enthält die Plus-Lizenz das SDK für Java und .NET, mit dem Entwickler i-net PDFC in eigene Anwendungen einbetten. Die REST-API ist erst ab der Server-Lizenz enthalten.
8.4 Server-Lizenz
Mit der Serverlizenz können Dokumente auf dem lizenzierten Server verglichen werden; sie gilt je Server-Installation. Auf die Dokumente und den Vergleich wird per Browser zugegriffen, entsprechend der Benutzerberechtigungen für eine unbegrenzte Anzahl an Anwendern. Zudem ermöglicht der Server den Dokumentenvergleich über die REST-API und automatisiert über die Aufgabenplanung.
Diese Lizenz eignet sich für Teams mit mehreren Nutzern, Unternehmen mit Remote-Arbeitsmodellen, Organisationen mit hohem Automatisierungsbedarf und Unternehmen mit sensiblen Daten.
8.5 Private-Cloud-Lizenz
Der Server kann auf einem Server innerhalb eines privaten Cloudnetzwerks eingesetzt werden und muss über eine vorkonfigurierte URL erreichbar sein. Diese Lizenz eignet sich für Unternehmen mit verteilten Standorten, aber mit Zugriff auf die private Cloud über VPN.
8.6 Public-Cloud-Lizenz
Der Server kann öffentlich aus dem Internet über die Ports 80 oder 443 (Standard-HTTP/s-Ports) erreichbar sein. Diese Lizenz eignet sich für Unternehmen mit verteilten Standorten ohne VPN.
Cloud-Lizenzen erlauben nicht den Betrieb von Funktionen der Desktop- oder Plus-Lizenz.
8.7 Site-Lizenz
Der Server kann beliebig oft an einem Standort im Unternehmensnetzwerk eingesetzt werden. Den Standort erkennt i-net PDFC an einem über DNS verifizierbaren Hostnamen (ohne Internetzugang) oder alternativ per Reverse-DNS-Lookup an der externen Internetadresse des Unternehmens.
Diese Lizenz eignet sich für Unternehmen, die i-net PDFC mehrfach innerhalb eines Unternehmensstandortes einsetzen möchten.
8.8 Voraussetzungen je Lizenztyp
8.8.1 Standard-, Plus- und Server-Lizenz
Diese Bedingungen gelten für Desktop-Rechner mit Standard- oder Plus-Lizenz ebenso wie für Server mit Server-Lizenz:
- Der Rechner muss physisch sein und darf nicht in der Cloud (z. B. AWS/EC2, Azure) gehostet werden
- Der Rechner muss eine statische, physisch angeschlossene IP-Adresse haben
- Statische IP-Adresse und Netzwerkverbindung dürfen nicht über einen WLAN-Adapter bereitgestellt werden
- Die Software darf nicht in einer containerisierten Umgebung (z. B. Docker) laufen; dafür ist eine Site- oder Cloud-Lizenz erforderlich
8.8.2 Private-Cloud-Lizenz
- Server muss über eine vorkonfigurierte URL erreichbar sein
- URL muss in der Konfiguration unter "Webserver" → "Externally visible URL" eingestellt werden
- Die lizenzierte URL muss mit dem FQDN-Teil der konfigurierten URL übereinstimmen
- Betrieb in Containern (z. B. Docker) erlaubt
8.8.3 Public-Cloud-Lizenz
- Server muss über Port 80 oder 443 (Standard-HTTP/s-Ports) vom Internet erreichbar sein
- Server muss eine verifizierbare externe FQDN-Internetadresse haben (DNS-Lookup)
- Betrieb in Containern (z. B. Docker) erlaubt
8.8.4 Site-Lizenz
- Server muss einen Hostnamen haben, der über DNS verifizierbar ist (kein Internet erforderlich)
- Beispiel: Lizenzierte Domäne ist
internal.my-company.com - Hostname kann sein:
testing.internal.my-company.com,production.internal.my-company.com, oder ähnlich
- Beispiel: Lizenzierte Domäne ist
- ODER Server muss eine verifizierbare externe FQDN-Internetadresse haben (Reverse-DNS-Lookup)
- Betrieb in Containern (z. B. Docker) erlaubt
9 Systemanforderungen
Die folgende Kurzfassung nennt die wichtigsten Mindestanforderungen. Maßgeblich sind die Systemanforderungen der aktuellen Version in der Online-Dokumentation. Eine Übersicht der unterstützten Versionen, Java-Versionen und Betriebssysteme finden Sie auf der Seite zum Versionssupport.
- Prozessor: mindestens 2 CPU-Kerne für Desktop-Anwendung und Kommandozeile, mindestens 4 CPU-Kerne für Server und API; je weiterem parallelen Vergleich etwa 2 zusätzliche CPU-Kerne
- Arbeitsspeicher: 2 GB RAM für einen Vergleich zusätzlich zu den Anforderungen der übrigen Komponenten, 3 GB für zwei und 6 bis 8 GB für vier parallele Vergleiche
- Festplattenplatz: mindestens 1,5 GB (500 MB für das Installationsverzeichnis und 1 GB für das temporäre Verzeichnis); auf dem Server zusätzlich etwa das Fünffache der gespeicherten Dateigröße je Benutzer, z. B. 100 Benutzer x 100 MB x 5 = 50 GB
- Betriebssysteme: Windows Server 2025, 2022, 2019, 2016; Windows 11, 10; Linux; macOS 13+; Docker (produktiv mit Site- oder Cloud-Lizenz)
- Java: Die Java-VM (Eclipse Temurin) wird mit i-net PDFC ausgeliefert. Eine grafische Oberfläche ist auf dem Server nicht erforderlich.
- Anwendungsserver (optional): Servlet 6.1 mit WebSocket 2.2, z. B. Apache Tomcat 11
- Datenbank: MongoDB für das optionale Cloud-Setup mit mehreren Knoten
- Clients: aktuelle Versionen von Chrome, Firefox, Safari oder Microsoft Edge sowie eine Netzwerkverbindung zum Server
10 Installation und Deployment
10.1 Installation
Die Installation von i-net PDFC ist in wenigen Schritten abgeschlossen und setzt keine tiefgreifenden technischen Kenntnisse voraus.
- Installationsprogramme für Windows, Linux und macOS sowie ein Docker-Image
- Setup unterstützt Installation per Dialog sowie als Textsetup für Linux-Systeme ohne grafische Oberfläche
- Automatische Konfiguration der Standard-Einstellungen
- Integration mit bestehenden Authentifizierungssystemen (Active Directory, OAuth, LDAP)
10.2 Docker-Installation
i-net PDFC steht als Docker-Image zur Verfügung. Für den produktiven Betrieb in Containern ist eine Site- oder Cloud-Lizenz (Private oder Public) erforderlich. Im Test benötigt der Container Internetzugriff, um die Testlizenz abzurufen; ohne Internetzugriff wenden Sie sich bitte an den Support.
- Docker-Image auf Docker Hub
- Schneller Start mit:
docker run -d -p 9000:9000 -e CONF_listener__port=9000 --name pdfc inetsoftware/i-net-pdfc-server - Konfigurierbare Ports und Umgebungsvariablen
11 Dokumentation und Support
11.1 Entwicklerdokumentation
- Erste Schritte: Einstieg in i-net PDFC
- Sicherheitshinweise: Sicherheitsfunktionen und Berechtigungen
- Docker-Container einrichten: Deployment in Docker-Umgebungen
- Kommandozeile: Batch-Vergleiche über die Kommandozeile
- FAQ: Häufig gestellte Fragen und Lösungen
11.2 API-Dokumentation
- Java API: Vollständige API-Referenz für die Java-Integration
- .NET API: .NET-Integration über DLL-Dateien aus dem SDK
- REST-API: Vergleichs-Endpunkte für Server-Integrationen; die vollständige Swagger-Datei liefert der Server unter
/api/swagger.json - JUnit: Integration in Java-Unit-Tests
- NUnit: Integration in .NET-Unit-Tests
- Plugin-APIs: API-Dokumentation weiterer Plugins für eigene Erweiterungen
11.3 Versionssupport und Wartung
i-net PDFC erscheint mit zwei Hauptversionen pro Jahr (x.4 und x.10). Dazwischen veröffentlichen wir kleinere Versionen und Updates, damit Verbesserungen der Vergleichs-Engine schnell bei unseren Kunden ankommen. Wenn Sie für bestimmte PDF-Dateien nicht die erwarteten Ergebnisse erhalten, senden Sie uns die Dateien bitte zu.
Die x.10-Versionen sind Long-Term-Support-Versionen (LTS) und erhalten:
- Allgemeinen Support: bis zu 5 Jahre
- Kritische Fehlerbehebungen: bis zu 4 Jahre
- Reguläre Fehlerbehebungen: bis zu 3 Jahre
Die x.4-Versionen erhalten Fehlerbehebungen und kleinere Verbesserungen für maximal 1 Jahr. Neue Funktionen sind nur in der jeweils nächsten Version verfügbar.
Eine detaillierte Übersicht der aktuell unterstützten Versionen, Java-Versionen und Support-Zyklen finden Sie auf der Seite zum Versionssupport.
11.4 Support und Kontakt
Der E-Mail-Support ist in Ihrer Lizenz enthalten. Supportzeiten sind Montag bis Freitag, 8:00 - 17:00 Uhr (MEZ/MESZ). Wir antworten innerhalb von 24 Stunden an Werktagen.
- E-Mail-Support: pdfc@inetsoftware.de
- Dokumentation: docs.inetsoftware.de
12 Begriffsklärungen
- Active Directory: Microsoft-Verzeichnisdienst für die zentrale Verwaltung von Netzwerkressourcen
- Annotation: Kommentar oder Markierung in einem PDF-Dokument; i-net PDFC fügt erkannte Unterschiede als Annotationen in exportierte PDFs ein
- API: Application Programming Interface - Programmierschnittstelle für die Kommunikation zwischen Anwendungen
- CI/CD: Continuous Integration / Continuous Delivery - automatisiertes Bauen, Testen und Ausliefern von Software
- Docker: Container-Technologie zur plattformunabhängigen Bereitstellung von Anwendungen
- Docker Hub: Cloud-basierte Registry für Docker-Images
- Dokument: jedes von i-net PDFC unterstützte Dateiformat, wie PDF, DOCX, Bilder, ZIP-Archive mit Bildern oder Text
- DSGVO: Datenschutz-Grundverordnung - EU-weite Rechtsverordnung für den Schutz personenbezogener Daten
- Element: Ein Element im Kontext eines Vergleichs kann ein Wort, ein Zeichenelement wie Linie oder Kurve, ein Bild oder eine Annotation sein
- Filter: Filter sind optional aktivierbare Komponenten, meist Plugins, die Elemente vom Vergleich ausschließen oder modifizieren können, oder die Gruppierung der Elemente erkennen und damit das Ergebnis verbessern
- FQDN: Fully Qualified Domain Name - vollständiger Domain-Name mit Hostname und Domain
- Heap: Arbeitsspeicher, den die Java-VM für Objekte reserviert; die Obergrenze legt der Parameter
-Xmxfest - HTTPS: HTTP über eine TLS-verschlüsselte Verbindung
- Jakarta EE: Java-Plattform für Enterprise-Anwendungen (Nachfolger von Java EE), Grundlage von Anwendungsservern wie Apache Tomcat
- JSON: JavaScript Object Notation - leichtgewichtiges Datenformat für den Datenaustausch
- JVM: Java Virtual Machine - Laufzeitumgebung für Java-Anwendungen
- Kommandozeile (CLI): Command Line Interface - Bedienung von i-net PDFC über Befehle, z. B. in Skripten
- LDAP: Lightweight Directory Access Protocol - Protokoll für den Zugriff auf Verzeichnisdienste
- LTS: Long-Term Support - Versionen mit verlängertem Support (bei i-net PDFC die x.10-Versionen)
- OAuth: Offener Standard für sichere Autorisierung zwischen Anwendungen
- OCR: Optical Character Recognition - Texterkennung in Bildern und gescannten Dokumenten
- On-Premises: Installation und Betrieb von Software auf eigener Hardware im Unternehmen
- OpenAPI/Swagger: Standards für die Dokumentation und Spezifikation von REST-APIs
- PAM: Pluggable Authentication Modules - Authentifizierungsschnittstelle von Linux- und Unix-Systemen
- Passkey: Authentifizierungsmethode ohne Passwort, basierend auf kryptografischen Schlüsseln
- PDF/UA: PDF/Universal Accessibility - ISO-Standard für barrierefreie PDF-Dokumente
- Plugin: Eine funktionale Erweiterung der i-net PDFC-Plattform für zusätzliche Funktionen und Integrationen
- Plugin Store: Zentrale Anlaufstelle für Updates und Installation neuer Funktionen
- Private Cloud: Dedizierte Cloud-Infrastruktur für ein einzelnes Unternehmen
- Public Cloud: Öffentlich verfügbare Cloud-Services von externen Anbietern
- REST: Representational State Transfer - Architekturstil für Web-Services und APIs
- Reverse-DNS-Lookup: Ermittlung des Hostnamens zu einer IP-Adresse über DNS
- SCIM: System for Cross-domain Identity Management - Standard für die automatische Bereitstellung von Benutzern und Gruppen
- SDK: Software Development Kit - Bibliotheken und Dokumentation zur Einbettung von i-net PDFC in eigene Anwendungen
- SSO: Single Sign-On - Authentifizierungsverfahren für einmalige Anmeldung an mehreren Systemen
- Tomcat: Apache Tomcat - Java-basierter Web- und Anwendungsserver
- Zwei-Faktor-Authentifizierung: Die Zugangsberechtigung eines Nutzers basiert auf einer Kombination aus zwei unterschiedlichen, voneinander unabhängigen Identifikationskomponenten.
13 Über uns
Die i-net software GmbH mit Sitz in Berlin ist seit 1996 ein zuverlässiger Anbieter von Java-basierten Softwarelösungen. Unser Produktportfolio umfasst Tools für Reporting, Helpdesk, Dokumentenabgleich und DSGVO-konforme selbst gehostete Teamkommunikation, die weltweit eingesetzt werden.
Im Mittelpunkt unseres Unternehmens steht die Verpflichtung zu technischer Exzellenz, langfristiger Produktqualität und Kundenzufriedenheit. Unser erfahrenes Team aus Entwicklern, Designern und Beratern setzt sich mit Leidenschaft dafür ein, dass unsere Software robust, benutzerfreundlich und für die heutigen geschäftlichen Herausforderungen relevant bleibt.