i-net Clear Reports
Whitepaper
i-net software GmbH
Leipziger Platz 16
10117 Berlin, Germany
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
i-net Clear Reports ist eine selbst gehostete Java-Reporting-Engine der 1996 gegründeten i-net software GmbH. Sie erstellt Berichte, Dashboards und elektronische Rechnungen nach ZUGFeRD 2.4 / Factur-X 1.08 und Peppol aus Datenbanken und Dateien und übernimmt bestehende Crystal-Reports-Vorlagen. Lizenzen gibt es je Server-Installation, je Cloud-Knoten sowie für Standorte, Unternehmen, SaaS und OEM, jeweils mit unbegrenzter Anzahl von Benutzern und Berichten; die kostenlose Testlizenz gilt 90 Tage.
1.1 Über i-net Clear Reports
Reporting-Anforderungen in Unternehmen sind so vielfältig wie die Geschäftsprozesse selbst. Viele Reporting-Lösungen sind entweder zu komplex für Endanwender oder zu eingeschränkt für Entwickler. i-net Clear Reports bedient beide Gruppen: Entwickler, die Berichte über Java, .NET oder die WebAPI erstellen, und Endanwender, die Auswertungen per KI-gestütztem Ad-hoc-Reporting im Browser erstellen - von einfachen Tabellen bis zu kompletten Dokumenten mit komplexen Layouts und visuellen Elementen. 40+ Diagrammtypen, Crystal-Reports-Kompatibilität und Export nach PDF, Excel, HTML, CSV, RTF und DOCX machen die Plattform besonders wertvoll für:
- Business-Anwendungen: Integration in bestehende Systeme mit automatischer Berichtserstellung
- Dedizierte Reporting-Abteilungen: Zentrale Berichtslösungen für Unternehmen mit hohem Reporting-Bedarf
- Self-Service-Reporting: Endanwender können eigenständig Auswertungen erstellen, ohne die IT-Abteilung zu involvieren.
- Automatisierte Workflows: Regelmäßige Berichtsverteilung und -planung mit der Aufgabenplanung (Plus-Edition)
Einsetzbar ist i-net Clear Reports als Server für Teams, als Desktop-Designer für Berichtsautoren oder eingebettet über Java, .NET und die WebAPI. Die Dashboard-Anwendung ergänzt konfigurierbare Übersichtsseiten und System-Widgets für die operative Überwachung. Über die Plugin-Architektur lassen sich eigene Datenquellen, Diagrammtypen und Exportformate sowie Branchenanforderungen wie die E-Rechnung ergänzen. Die Authentifizierung erfolgt über LDAP, Active Directory, OAuth und 2FA.
2 Anwendungsfälle
2.1 Business Intelligence und Reporting
i-net Clear Reports eignet sich für Unternehmen mit hohem Reporting-Bedarf:
- Management-Dashboards: Visuelle Darstellung von KPIs und Geschäftsmetriken für verschiedene Management-Ebenen
- Automatisierte Berichte: Regelmäßige Auswertungen von Geschäftsstatistiken und Leistungskennzahlen
- Ad-hoc-Analysen: Endanwender können eigenständig Geschäftstrends und Datenverteilungen analysieren
- Compliance-Berichte: Automatisierte Erstellung von Berichten für Audits und Compliance-Anforderungen
2.2 Systemintegration und Entwicklung
Für Entwickler und IT-Abteilungen bietet i-net Clear Reports:
- ERP-Integration: Einbindung in bestehende Enterprise-Resource-Planning-Systeme
- API-basierte Berichte: Programmatische Erstellung von Berichten über Java- und .NET-APIs
- Eigene Anwendungen: Einbettung von Reporting-Funktionen in eigene Anwendungen
- Workflow-Automatisierung: Integration in bestehende Geschäftsprozesse und Workflows
3 Funktionen
Kernmerkmale im Überblick:
- Zwei Zielgruppen: Werkzeuge für Entwickler und für Endanwender
- Plattformunabhängigkeit: Läuft auf Windows, Linux und macOS sowie in Docker
- Integration: Einbindung in Java- und .NET-Anwendungen
- Crystal-Reports-Kompatibilität: Übernahme bestehender Vorlagen (siehe Crystal-Reports-Kompatibilität)
- Mehrsprachigkeit: Übersetzbare Berichte und Benutzeroberfläche
- Skalierbarkeit: Von kleinen Arbeitsgruppen bis zu unternehmensweitem Einsatz
- Sicherheit: Berechtigungssystem und verschiedene Authentifizierungsoptionen
- Performance: Filterung in der Datenbank; mit der Plus-Edition zusätzlich Festplatten- und Datenbank-Cache
3.1 Reporting-Funktionen
i-net Clear Reports ist vom Konzept her ein Band-Renderer. Das heißt, es werden immer Streifen von Sektionen gerendert. Während des Renderns wird über die Datensätze der Datenquelle iteriert und unter Einhaltung des Berichtsdesigns in das Zielformat transformiert.
3.1.1 Berichtsvorlagen und Designer
Zum Erstellen von Berichten werden Vorlagen im RPT-Format benötigt, die zum Beispiel mit dem i-net Designer erstellt und durch den Server in das gewünschte Ausgabeformat umgewandelt werden. Unterstützt wird eine Vielzahl von Formaten, z. B. einfache Textformate, Bilder, archivierbare PDF-, OpenDocument- und Office-Dateien.
Der i-net Designer ist vollständig in Java programmiert und läuft auf jeder unterstützten Plattform. Er zeigt beim Erstellen von Berichten eine sofortige Vorschau und speichert Berichte in einem gezippten Dateiformat, ähnlich dem OpenDocument. Mit der Plus-Edition lässt sich der Designer direkt aus dem Berichts-Drive starten; eine Installation des Designers ist dafür nicht notwendig, vorausgesetzt wird Java 21 bis 25 oder OpenWebStart. Crystal-Reports-Vorlagen öffnet der Designer ebenfalls (siehe Crystal-Reports-Kompatibilität).
Der i-net Designer nutzt die gleichen Datenquellen wie i-net Clear Reports - jede JDBC- oder ODBC-Verbindung oder benutzerdefinierte Datenquelle kann verwendet werden. Für nichtkommerzielle Nutzung ist der i-net Designer kostenlos; für gewerbliche Nutzung ist er in jeder i-net Clear Reports Lizenz enthalten.
Der Designer kann auch in eigene Java-Anwendungen integriert werden - dafür steht eine entsprechende Java-API zur Verfügung. Das i-net Clear Reports SDK stellt neben den Bibliotheken für Java als .jar und .NET als .dll die Dokumentation und Anwendungsbeispiele zur Verfügung. Dies erlaubt das Einbetten der Berichtsfunktionalität in eigene Anwendungen. Alternativ dazu unterstützt i-net Clear Reports das vollständig API-gesteuerte Erstellen von Berichten mittels Programmierschnittstellen in Java und .NET.
3.1.2 Layout-Elemente und Erweiterbarkeit
Für das Rendern stehen Layout-Elemente und eingebettete Dokumente zur Verfügung; erweitern lässt sich das über Java-Beans oder Plugins. Neben Tabellen und Kreuztabellen lassen sich vollständige Dokumente mit 40+ Diagrammtypen, Barcodes und berechneten Feldern gestalten.
- 40+ Diagrammtypen: Balken, Linien, Flächen, 3D-Oberflächen, Radar, Blasen, Streu und kombinierte Diagramme - mit Zoom, Drill-Down und bedingter Hervorhebung
- Kreuztabellen: Daten per Drag-and-Drop zu Kreuztabellen aggregieren, mit bedingter Formatierung und gruppierten Summen
- Formeln: Berechnete Felder und bedingte Formatierung über den Formel-Editor, mit Java erweiterbar
- Barcodes: Lineare und 2D-Barcodes - Code128, EAN-13, QR-Code, DataMatrix und weitere
- Bilder: PNG, JPEG und GIF; mit Plugins weitere Formate wie PDF, SVG, JPEG2000 oder WebP
- Visueller Datenbank-Assistent: Datenquellen können visuell oder mit SQL-Anweisungen verknüpft werden
- Gruppen-Management: Gruppen, die auf der Datenquelle basieren, halten relevante Daten nah beieinander
- Parameter-Eingaben: Berichte können Parameter verwenden, die den Benutzer bei der Ausführung zur Eingabe auffordern
- Standardoptionen: Globale Standardoptionen für Felder und Elemente
- Feldoptionen: Individuelle Optionen für Format und Design von Textfeldern und anderen Elementen
- PDF-Format: Für den Export gibt es unter anderem die folgenden Optionen:
- Signierung der erstellten PDF-Dateien (Plus-Edition)
- PDF/A- und PDF/UA-Formate in verschiedenen Versionen
- Erstellung von PDF-Formularen, die mit Daten gefüllt sind
- Elektronische Rechnungen nach ZUGFeRD 2.4 / Factur-X 1.08 und Peppol BIS Billing 3.0
3.2 Crystal-Reports-Kompatibilität
i-net Clear Reports übernimmt bestehende Crystal-Reports-Vorlagen:
- Lesen und Bearbeiten: Sie können Ihre vorhandenen Crystal-Reports-Vorlagen weiterhin lesen, bearbeiten und ausführen
- Versionen 7 bis 8.5: Der Designer liest diese Vorlagen direkt
- Ab Version 9: Vorlagen werden über einen mitgelieferten Konverter übernommen
Bei der Bearbeitung werden die Vorlagen automatisch in das i-net Clear Reports RPT-Format umgewandelt. So lassen sich bestehende Crystal-Reports-Berichte schrittweise migrieren, ohne sie von Grund auf neu zu erstellen. Je nach Bericht können einzelne Anpassungen im i-net Designer nötig sein.
3.3 Datenquellen
In der Regel werden Berichte so gestaltet, dass sie Datenbanken abfragen, um deren Daten aufzubereiten und darzustellen. i-net Clear Reports unterstützt eine Vielzahl an Datenquellen. Die wichtigsten sind:
- JDBC/ODBC: Es kann jede Datenbank genutzt werden, für die es einen JDBC- oder ODBC-Treiber gibt.
- Dateibasierte Daten: Z. B. JSON, XML, CSV oder Weblog-Formate können verarbeitet werden.
- NoSQL-Datenbanken: Z. B. MongoDB und Cassandra
- Direkte Daten: Vornehmlich aus der Host-Anwendung ohne Umweg über eine Datenbank
- Eigenes Plugin: Sollte eine benötigte Datenquelle fehlen, kann diese per Plugin erstellt und zum System hinzugefügt werden.
3.4 Ausgabeformate
Die Berichte können live in Ihrer Anwendung angezeigt werden, und der Nutzer kann durch die Seiten navigieren. Diese Live-Ansicht ist in Browsern sowie in Java- und C#-Anwendungen möglich. Aus dem Berichts-Viewer heraus kann der Nutzer in eine Vielzahl von Formaten exportieren, z. B. PDF, HTML, DOCX, RTF, XLSX, ODS, TXT, CSV sowie die Bildformate JPEG, PNG, BMP, GIF und SVG. Naturgemäß kann nicht alles in jedem Format dargestellt werden, z. B. kann TXT keine Farben darstellen. Einzelne Exportformate lassen sich bei Bedarf verbieten, wenn z. B. die Sensibilität der Daten es erfordert.
Zusätzlich stehen ODT sowie - mit dem erforderlichen Plugin - Factur-X und Peppol als Ausgabeformate zur Verfügung, auch über URL und API.
3.5 Factur-X/ZUGFeRD und Peppol
Mit i-net Clear Reports können PDF-Dateien erstellt werden, die dem Standard ZUGFeRD 2.4 / Factur-X 1.08 für elektronische Rechnungen entsprechen, sowie eigenständige UBL-2.1-XML-Rechnungen nach Peppol BIS Billing 3.0. Der i-net Designer hilft Ihnen, die nötigen Vorlagen zu erstellen, damit Ihre Software elektronische Rechnungen mit Ihren Daten erstellen kann - beide Ausgabeformate aus einem einzigen Plugin.
Während Factur-X maschinenlesbare Daten direkt in eine PDF/A-3-Datei einbettet (das Hybridformat für Deutschland und Frankreich), erzeugt Peppol ein eigenständiges XML-Dokument für die Übertragung über das Pan-European-Public-Procurement-Online-Netzwerk (Peppol). Beide Formate nutzen dieselben Feldzuordnungen - Sie konfigurieren sie einmal und wechseln zwischen den Ausgabeformaten über einen URL-Parameter.
3.6 Dynamische Berichte
Berichte können mithilfe von Parametern sowie Formeln in zwei Syntaxen (Crystal- und Basic-Syntax) dynamisiert werden. Parameter werden per URL oder API gesetzt. Enthält ein Bericht Parameterfelder, wird der Endanwender während der Berichtsausführung gebeten, Werte dafür anzugeben.
So entstehen flexible und wiederverwendbare Berichtsvorlagen, die sich an verschiedene Anforderungen und Benutzergruppen anpassen lassen.
3.7 Drill-Down-Funktionalität
Durch Anklicken einer Gruppe können Sie sich deren Details anzeigen lassen. i-net Clear Reports unterstützt unbegrenzte Gruppierungsebenen, was eine tiefe Datenanalyse ermöglicht.
Die Drill-Down-Funktionalität ist besonders wertvoll für interaktive Berichte, bei denen Benutzer von einer Übersicht zu detaillierten Informationen navigieren können, ohne separate Berichte erstellen zu müssen.
3.8 Schriftarten einbetten
Durch das Einbetten von Schriftarten können Sie einen Bericht auf jedem beliebigen Betriebssystem nahezu gleich aussehen lassen. Gerade für symbolische Schriftarten oder Barcodes sind diese Möglichkeiten essenziell.
3.9 Barcodes drucken
i-net Clear Reports enthält eine Reihe von Barcode-Beans, um z. B. 2D- oder QR-Codes zu erzeugen und zu drucken. Zusätzliche Schriftarten können ohne weitere Anforderungen eingesetzt werden.
Die Barcode-Funktionalität ist besonders wertvoll für Anwendungen in der Logistik, im Einzelhandel oder in der Produktion, wo Barcodes für die Identifikation und Verfolgung von Produkten oder Dokumenten benötigt werden.
3.10 Internationalisierung
3.10.1 Berichte
Die Texte und Formatierungen eines Berichts lassen sich in mehrere Sprachen übersetzen. Der i-net Designer bietet dafür einen Übersetzungsdialog für den statischen Inhalt des Berichts.
Benutzer, die auf die Berichte zugreifen, erhalten eine lokalisierte Version, wenn eine Übersetzung für die Sprache des Browsers bzw. des Systems zur Verfügung gestellt wurde.
3.10.2 Benutzeroberfläche
Die Benutzeroberfläche des Servers ist standardmäßig in Englisch und Deutsch verfügbar. Weitere Sprachen lassen sich über Übersetzungsdateien hinzufügen.
3.11 Ad-hoc-Reporting
Entwickler erstellen die Berichtsvorlagen typischerweise mit dem i-net Designer und stellen sie in ihrer Anwendung bereit. Der i-net Designer bietet viele Funktionen, setzt aber Einarbeitung und ein Verständnis der genutzten Datenbankstrukturen voraus.
Für Endanwender gibt es deshalb das Ad-hoc-Reporting. Mit vom Administrator oder Entwickler freigegebenen Datenvorlagen entfällt das Spezialwissen über Datenbankstrukturen. Der Nutzer kann ohne den Umweg über Excel eigene Auswertungen erstellen, die über die vom Entwickler vorgegebenen hinausgehen. Optional unterstützen KI-Assistenten bei der Erstellung von Auswertungen.
Das Ad-hoc-Reporting läuft im Browser und lässt sich in andere Anwendungen einbetten. Im i-net Designer dient die Ad-hoc-Komponente als Berichtsassistent für neue Berichte.
3.12 Berichts-Drive
Der Berichts-Drive (Plus-Edition) ist ein zentraler Speicherort auf dem Server, an dem Benutzer Berichte direkt speichern und ausführen können. Gemeinsam mit System- und Berichtsberechtigungen lassen sich Sichtbarkeits- und Ausführungsrechte für Benutzer und Gruppen verwalten.
Neben dem Server-Drive lässt sich Microsoft OneDrive als externer Speicherort anbinden. Dateien und Ordner können dann direkt im Berichts-Drive verwaltet werden.
Der Berichts-Drive ermöglicht es:
- Berichte zentral auf dem Server zu speichern
- Berichte direkt vom Server aus zu starten
- Berichte über die Weboberfläche zu suchen, laden, ändern und speichern
- Berichte direkt aus dem i-net Designer zu laden und zu speichern
- den i-net Designer als Remote-Designer direkt aus dem Berichts-Drive zu starten
- Berechtigungen für einzelne Berichte oder Berichtskategorien zu verwalten
- Berichte zwischen Benutzern und Gruppen zu teilen
3.13 Aufgabenplanung
Eine typische Aufgabe beim Reporting sind regelmäßig wiederkehrende Auswertungen, z. B. am Monatsende. Dafür gibt es die Aufgabenplanung. Sie steht als Plugin zur Verfügung und ist Teil der Plus-Edition.
Die Aufgabenplanung führt Berichte zu einem bestimmten Zeitpunkt aus und verteilt sie in einem bestimmten Ausgabeformat, z. B. per E-Mail, FTP, Dateisystem, Berichts-Drive oder Druck. Durch den modularen Aufbau lässt sich die Aufgabenplanung durch Plugins erweitern, sodass sich eigene Ausgabeziele in der Host-Anwendung und eigene Aktionen implementieren lassen.
Definitionen der Aufgabenplanung können über die WebAPI abgerufen werden; jede Aufgabe führt eine eigene Ausführungshistorie. Kalenderbezogene Zeitplanung und schreibgeschützter API-Zugriff unterstützen kontrollierte Automatisierung.
3.14 Dashboard-Anwendung
Die Dashboard-Anwendung ergänzt Berichtswesen und Serververwaltung um eigene Übersichtsseiten. Sie ordnen Widgets in einem flexiblen Raster per Drag-and-Drop, mit Größenänderung und Bearbeitungsmodus inklusive Kopieren und Einfügen, und wählen Darstellungen wie Werte, Messanzeigen, Fortschritt, Ampeln, Bewertungen, Diagramme und Tabellen; alle Widgets werden in Echtzeit aktualisiert. Dashboards lassen sich benennen, gruppieren und gestalten; sie unterstützen Freigaben für Benutzer und Gruppen auf den Stufen Lesen, Schreiben oder Verwalten, Import und Export als .dashboard-Datei, bedingte Hervorhebung und Vollbild für Präsentationen.
Für Kunden, die den Reporting-Server selbst betreiben, bündelt das System-Dashboard den Serverzustand an einer Stelle: System-Widgets zeigen etwa CPU- und RAM-Auslastung, Speicherplatz, Zertifikatsablauf, HTTP-Prüfungen, aktive Benutzer und Protokolle. So lassen sich Engpässe erkennen, bevor Anwender über langsame oder fehlgeschlagene Berichte stolpern. Einzelheiten zu den Widgets stehen in der Produktdokumentation.
3.15 Berichtsrechte und Sicherheit
Es gibt diverse Einstellungen, um die Sichtbarkeit von Berichten oder eines bestimmten Bereichs in einem Bericht einzuschränken. Das Berechtigungssystem ermöglicht:
- Systemebene: Kontrolle über den Zugriff auf einzelne Berichte
- Bereichsebene: Einschränkung der Sichtbarkeit bestimmter Bereiche innerhalb eines Berichts
- Datenebene: Filterung von Daten basierend auf Benutzerberechtigungen
- Funktionsebene: Kontrolle über verfügbare Funktionen und Exportformate
3.16 Benutzer- und Gruppenverwaltung
Die Benutzer- und Gruppenverwaltung von i-net Clear Reports verwaltet Benutzer und Gruppen zentral, mit vollständigen Benutzerkonten.
3.16.1 Zentrale Benutzerverwaltung
- Vollständige Benutzerkonten: Benutzer haben vollständige Konten mit mehreren Authentifizierungsmitteln
- Mehrfache Authentifizierung: Ein Benutzer kann mehrere Login-Provider für dasselbe Konto nutzen, z. B. Windows AD und GitHub
- Benutzerdefinierte Gruppen: Erstellung eigener Gruppen unabhängig von externen Authentifizierungssystemen
- Gruppenzuweisungen: Benutzer können mehreren Gruppen zugewiesen werden
- Berechtigungsverwaltung: Konfiguration von Berechtigungen für Anwendungen und Funktionen
- Effektive Berechtigungen: Überprüfung der kumulierten, effektiven Berechtigungen eines Benutzers
3.16.2 Datenschutzfunktionen (DSGVO)
- Benutzerdaten-Zugriff: Benutzer können Informationen einsehen, die über sie gespeichert sind
- Datenschutz-Kontrolle: Transparenz über gesammelte und verarbeitete Daten
- Kontokontrolle: Benutzer haben Kontrolle über ihre eigenen Konten
3.17 Authentifizierung
i-net Clear Reports bringt eine eingebaute Authentifizierung mit. Diese muss nicht genutzt werden, wenn die Host-Anwendung die Authentifizierung selbst übernimmt. Im Mittelpunkt steht ein Single Sign-On (SSO) für den Nutzer. Über zusätzliche Plugins werden Identitätsmanagementsysteme wie OAuth/OpenID (z. B. Microsoft ADFS), LDAP, Windows und PAM unterstützt. Benutzer und Gruppen lassen sich zudem per SCIM v2 bereitstellen, z. B. aus Microsoft Entra ID.
Falls kein zentrales System für die Authentifizierung zur Verfügung steht, können Benutzer direkt mit Passwort gespeichert werden. Passwörter werden ausschließlich als gesalzener Hash gespeichert. Die Regeln für die Komplexität des Passworts sind einstellbar.
Für noch mehr Sicherheit kann eine Zwei-Faktor-Authentifizierung oder der Einsatz von Passkeys verwendet werden. Durch das optionale Erzwingen der Zwei-Faktor-Authentifizierung wird jeder Anwender beim nächsten Login verpflichtet, einen zweiten Faktor zu hinterlegen. Hierfür stehen je nach Serverkonfiguration unter anderem die tokenbasierte Authentifizierung per App, E-Mail oder Hardware-Key zur Verfügung.
4 Integration und Schnittstellen
4.1 i-net Clear Reports Server
Der i-net Clear Reports Server läuft unter Windows, Linux, macOS und in Docker und stellt Berichte im Intranet oder Internet bereit. Über die Browseroberfläche stellt er auch den Remote-Designer bereit: den i-net Designer, der aus dem Berichts-Drive gestartet wird (Plus-Edition).
4.2 Browseroberfläche
Über die Browseroberfläche wird der i-net Clear Reports Server konfiguriert und genutzt. Sie bietet unter anderem Zugriff auf:
- Konfigurationsmanager: Zentrale Verwaltung aller Server-Einstellungen
- Benutzer- und Gruppenverwaltung: Zentrale Verwaltung von Benutzern und Gruppen mit vollständigen Konten
- Berichts-Drive (Plus-Edition): Zentrale Speicherung und Verwaltung von Berichten
- Ad-hoc-Berichtserstellung: Browserbasierte Berichtserstellung
- Remote-Designer (Plus-Edition): i-net Designer, gestartet aus dem Berichts-Drive
- Aufgabenplanung (Plus-Edition): Zeitgesteuerte und automatisierte Berichtsausführung
- Dashboard-Anwendung: Anpassbare Übersichtsseiten mit Widgets, Echtzeit-Aktualisierung und Systemkennzahlen
- Datenquellen-Konfiguration: Verwaltung aller Datenquellen
- Server-Statistiken und Diagnose: Überwachung des Serverzustands und Logdateien
- WebAPI: Testen von WebAPI-Anfragen mit direkter Ausgabe
- Übersetzungen: Lokalisierung der Server-Labels und Benutzeroberfläche
- Plugin Store: Suche nach Updates und Installation neuer Funktionen
- Avatar-System: Hochladen von Avataren oder Nutzung verbreiteter Avatar-Dienste
Die Browseroberfläche wird durch ein Berechtigungssystem abgesichert, mit dem sich einzelne Funktionen je Benutzer aktivieren oder deaktivieren lassen. So erhalten verschiedene Benutzergruppen unterschiedliche Funktionsumfänge.
Fast alle Anwendungen auf dem Server bieten eine Suche. Der Zugriff erfolgt über http://<hostname>:<port> oder bei Anwendungsservern über http://<hostname>:<port>/<servletcontext>.
4.3 Schnittstellen
Auf die Funktionen von i-net Clear Reports kann auf unterschiedliche Weise zugegriffen werden. Je nach Architektur der Host-Anwendung oder Ihren Anforderungen wird in der Regel nur eine Schnittstelle verwendet; mehrere oder alle lassen sich aber auch gleichzeitig nutzen.
- Java-API: Die Java-API ermöglicht die volle Kontrolle über den Prozess der Berichtserstellung.
- .NET-API: Über eine Process-Bridge können Berichte direkt aus Ihren .NET-Anwendungen erstellt werden.
- WebAPI: Alternativ wird ein zentraler Server über eine REST-API genutzt, dokumentiert mit OpenAPI/Swagger. Das eignet sich, wenn Ihre Anwendung in einer anderen Sprache geschrieben ist.
- Weboberfläche: Die Anwender rufen Berichte über die Oberfläche eines Servers ab.
4.4 Java-Integration für Entwickler
i-net Clear Reports wurde vollständig in Java entwickelt und bietet eine umfangreiche Java-API für die Integration in bestehende Java-Anwendungen. Die Java-Integration ermöglicht:
- Vollständige Kontrolle: API über den gesamten Berichtserstellungsprozess
- Direkte Einbindung: Integration in Java-Anwendungen ohne zusätzlichen Server
- Plugin-Entwicklung: Erweiterung der Plattform mit eigenen Java-Plugins
- Plattformunabhängigkeit: Läuft auf jedem System mit unterstützten Java-Versionen
- Anwendungsserver: Kompatibel mit Jakarta EE 11 oder höher
Entwicklerressourcen:
- Java-API-Dokumentation für alle Versionen
- Platform Programming Guide für die Plugin-Entwicklung
- Java Viewer Programming Guide für Viewer-Anpassungen
4.5 .NET-Integration für Entwickler
Mit i-net Clear Reports .NET bleiben Entwickler innerhalb der .NET-Umgebung. Die Reporting-Runtime lässt sich mit wenigen Codezeilen in eigene Anwendungen einbetten; die Anbindung erfolgt über ein Bridging des Servers für Systeme mit .NET-Standard-Unterstützung. Zu den Hauptfunktionen gehören:
- Bridging-Technologie: API-Zugriff über .NET mit automatischem Server-Betrieb
- Gleiches Dateiformat: Verwendet dieselben RPT-Dateien wie die Java-Variante
- Einbettbarer .NET-Viewer: Anpassbarer Viewer für .NET-Anwendungen
- Visual-Studio-Integration: SDK-Paket mit
dll-Dateien
Die unterstützten .NET- und Windows-Versionen stehen in den Systemanforderungen der Online-Dokumentation.
4.6 Berichts-Viewer-Integration
Der Berichts-Viewer für die Live-Ansicht der Berichte ist für Java, C# und HTML verfügbar. In anderen Entwicklungsumgebungen kann mit einer Webview gearbeitet werden.
4.6.1 Java-Berichts-Viewer
Der Java-Berichts-Viewer liegt als jar-Datei vor. Er ist in Swing implementiert und nutzt das Standard-LookAndFeel der Host-Anwendung, sodass er sich optisch in die Host-Anwendung einfügt. Über eine umfangreiche API lässt er sich anpassen, z. B. durch das Ausblenden bestimmter Schaltflächen in der Toolbar.
4.6.2 .NET-Berichts-Viewer
Der C#-Viewer liegt als Quelltext vor. Er kann komplett angepasst und in jede .NET-Anwendung kompiliert werden. Der .NET-Viewer bietet:
- Anpassbarkeit: Quellcode verfügbar für individuelle Anpassungen
- Native .NET-Integration: Einbindung in .NET-Anwendungen
- Visual-Studio-Unterstützung: Für die .NET-Entwicklungsumgebung ausgelegt
- Einbettbare Komponente: Kann direkt in Windows-Forms- oder WPF-Anwendungen eingebettet werden
4.6.3 HTML-Berichts-Viewer
Der HTML-Viewer verfügt über einen Einbettungsmodus, der die Top-Level-Navigation abschaltet. Dadurch kann er in eine andere Webseite eingebunden werden. Über das Theme von i-net Clear Reports lässt sich der HTML-Berichts-Viewer auch optisch anpassen.
4.7 Plugins
i-net Clear Reports basiert auf einer Plugin-Architektur. Im Plugin Store gibt es Plugins mit allgemeinen Funktionen. Mit dem SDK lassen sich zudem eigene Plugins in Java für die eigene Anwendung oder das Unternehmen schreiben.
Plugins sind ZIP-Dateien, die im Ordner plugins im Installationsordner liegen, und werden in Java geschrieben. Installiert werden sie über den Plugin Store in der Browseroberfläche. Wenn der Server mit dem Internet verbunden ist, zeigt der Plugin Store verfügbare Plugins und neuere Versionen an. Alternativ können Plugins per Sideload installiert werden, beispielsweise nach dem Download aus dem öffentlichen Plugin Store oder für Eigenentwicklungen.
5 Betrieb und Performance
5.1 Server-Statistiken und Diagnose
Administratoren haben über spezielle Anwendungen Zugriff auf wichtige Server-Statistiken, während der Server in Betrieb ist. Hier wird unter anderem angezeigt:
- Sitzungsstatistiken: Wie viele Sitzungen es gab und aktuell gibt
- Berichtsstatistiken: Welche Berichte gerendert wurden und wie oft
- Cache-Viewer: Übersicht und Verwaltung des Berichts-Caches
- Logdateien: Direkter Zugriff auf Logdateien mit Suchfunktion, z. B. für Fehlerdiagnose und Performance-Optimierung
5.2 High-Performance-Berichte
Die Performance von Berichten beginnt mit der Optimierung der Datenabfragen. Verwenden Sie so wenige Tabellen, Joins und Datenquellen wie möglich. Filter und Joins sollten so gestaltet sein, dass sie Datenbankindizes nutzen und direkt in der Datenbank ausgeführt werden, anstatt erst in der Reporting-Engine. Abgestimmte SQL-Abfragen oder Datenbank-Views vermeiden unnötige Datenübertragung und nutzen die Rechenleistung des Datenbanksystems.
Berichte lassen sich beschleunigen, indem Felder, Labels und Datensätze reduziert werden. Layout-Einstellungen wie "Keep Together" oder "Print at Bottom of Page" sollten vermieden werden, da sie eine zeitaufwendige erneute Seitenberechnung verursachen. Eine einheitliche Schriftwahl vereinfacht die Berechnung von Schriftmetriken, während komplexe Formeln besser in Java-Code oder Expander-Funktionen ausgelagert werden. Zudem empfiehlt es sich, Berichte in Haupt- und Teilberichte zu gliedern, um Datenvolumen und Komplexität zu verringern.
Eine kleinere Ausgabegröße führt zu höherer Geschwindigkeit. Durch das Unterdrücken doppelter Inhalte sowie die Wiederverwendung eingebetteter Bilder über konsistente "Image Keys" lassen sich Daten sparen. Auch die Anzahl eingebetteter Schriftarten sollte begrenzt werden. Auf Konfigurationsebene können Metadaten-Caching (bei stabilen Schemas), die Reduzierung von Schriftarteinbettungen sowie das optionale Deaktivieren der Kompression (gegen höheren Bandbreitenbedarf) die Performance zusätzlich steigern.
5.3 Speichernutzung
Eine stabile Berichtsverarbeitung gelingt, wenn der verfügbare Speicher gezielt genutzt wird. Über den Parameter -Xmx lässt sich der JVM-Heap an das vorhandene RAM anpassen. So hat die Anwendung genügend Reserven, ohne das System zu überlasten.
Abfragen lassen sich so gestalten, dass die Datenbank die Daten bereits filtert. Damit wird nur die benötigte Datenmenge geladen, während der Speicher für Rendering und Dokumenten-Cache genutzt wird.
Weitere Optimierungen entstehen durch das Setzen eines Row-Buffer-Limits oder durch die Aufteilung großer Berichte in Haupt- und Teilberichte. Mit der Plus-Edition kann statt des Arbeitsspeichers ein Festplatten- oder Datenbank-Cache genutzt werden; das senkt den Speicherbedarf bei sehr großen oder lang laufenden Berichten.
6 Lizenzierung
Die Lizenzierung von i-net Clear Reports richtet sich nach zwei Kriterien: In welcher Umgebung wird die Anwendung eingesetzt, und wird die Standard- oder die Plus-Edition benötigt? Alle Lizenzen enthalten unbegrenzt viele Benutzer und gleichzeitig gerenderte Berichte - begrenzt nur durch die eingesetzte Hardware. Alle Lizenzen gelten sowohl für die Java- als auch für die .NET-Variante.
6.1 Lizenzmodelle
| Lizenz | Deployment | Kernfunktion |
|---|---|---|
| Single-Server | Physischer Server, statische IP | Dauerlizenz je Server-Installation, keine Cloud/Container |
| Site | Firmen-Standort (DNS) | Unbegrenzte Instanzen pro Standort |
| Public Cloud | AWS, Azure, GCE | Je Knoten, öffentliche Cloud über Port 80/443 |
| Private Cloud | Private Cloud, z. B. AWS VPC | Je Knoten, vorkonfigurierte URL, immer mit allen Plus-Funktionen |
| SaaS | Selbst betrieben, ohne Container | Einzige Lizenz, die das Vermieten oder Leasen an Ihre Kunden erlaubt; die i-net software GmbH hostet nicht |
| Enterprise | Weltweit innerhalb einer Organisation | Unbegrenzte Bereitstellung im Unternehmen |
| OEM | Eingebettet in Ihre Anwendung | Weitervertrieb mit Ihrem Produkt |
Docker und andere Container-Umgebungen sind nur mit Site-, Cloud- (Private oder Public) und Enterprise-Lizenzen erlaubt.
Aktuelle Preise finden Sie auf der Produktseite von i-net Clear Reports.
6.2 Editionen
| Edition | Kernfunktionen |
|---|---|
| Standard | Alle Reporting-Funktionen, für Teams mit grundlegenden Berichtsanforderungen |
| Plus | Zusätzlich Berichts-Drive, Aufgabenplanung, PDF-Signierung sowie Festplatten- und Datenbank-Cache für große Berichte |
Die Private-Cloud-Lizenz enthält immer alle Plus-Funktionen. Bei den übrigen Lizenzmodellen wählen Sie zwischen Standard- und Plus-Edition.
Die Plus-Edition umfasst:
- Berichts-Drive: Zentrale Speicherung und Verwaltung von Berichten mit Berechtigungsverwaltung, inklusive Remote-Designer
- Aufgabenplanung: Zeitgesteuerte und automatisierte Berichtsausführung mit Verteilung
- PDF-Signierung: Digitale Signierung von PDF-Berichten zur Sicherstellung von Integrität und Authentizität
- Festplatten- und Datenbank-Cache: Statt des Arbeitsspeicher-Caches, für sehr große oder lang laufende Berichte
6.3 Voraussetzungen je Lizenztyp
6.3.1 Single-Server-Lizenz
- Server muss physisch sein
- Server darf nicht in der Cloud (AWS/EC2, Azure) gehostet werden
- Server muss eine statische, physisch angeschlossene IP-Adresse haben
- Statische IP-Adresse darf nicht über einen WLAN-Adapter bereitgestellt werden
- Software darf nicht in einer containerisierten Umgebung (Docker, Kubernetes) laufen
6.3.2 Site-Lizenz
- Server muss einen Hostnamen haben, der über DNS verifizierbar ist (kein Internet erforderlich)
- Beispiel: Lizenzierte Domäne ist
internal.my-company.com - Hostname kann sein:
testing.internal.my-company.com,production.internal.my-company.com, oder ähnlich
- Beispiel: Lizenzierte Domäne ist
- ODER Server muss eine verifizierbare externe FQDN-Internet-Adresse haben (Reverse-DNS-Lookup)
6.3.3 Public-Cloud-Lizenz
- Server muss über Port 80 oder 443 (Standard-HTTP/s-Ports) vom Internet erreichbar sein
- Server muss eine verifizierbare externe FQDN-Internet-Adresse haben (DNS-Lookup)
6.3.4 Private-Cloud-Lizenz
- Server muss über eine vorkonfigurierte URL erreichbar sein
- URL muss in der Konfiguration unter "Webserver" → "Extern sichtbare URL" eingestellt werden
- Server-Lizenz muss mit dem FQDN-Teil der konfigurierten URL übereinstimmen
6.4 OEM-Lizenz
Für Softwareanbieter bieten wir OEM-Lizenzen an, die die Integration von i-net Clear Reports in eine eigene Anwendung und den Weitervertrieb dieser Anwendung einschließlich i-net Clear Reports an Kunden ermöglichen. Je nach Umfang stehen verschiedene Lizenzmodelle zur Verfügung.
Wenn Sie nur wenige Lizenzen benötigen, können Sie sich für einen Lizenzpool wie die OEM-Lizenz 10 entscheiden. Mit diesem Lizenzpool können Sie i-net Clear Reports bis zu "n" Mal (z. B. bis zu 10 Mal) mit Ihrer Anwendung vertreiben.
Wenn Sie große Mengen benötigen, können Sie die "1 Jahr OEM-Lizenz unbegrenzt" wählen, die es Ihnen erlaubt, so viele OEM-Lizenzen, inklusive Ihres Produkts, wie benötigt zu verkaufen, ohne diese genau zu zählen. Nach einem Jahr können Sie entscheiden, ob Sie den Lizenzvertrag verlängern oder ob Sie unsere Software nicht mehr weiterverteilen möchten. Der Lizenzvertrag kann auch über zwei oder drei Jahre geschlossen werden. Diese Lizenz enthält kostenfrei sowohl Premium-Support als auch die Update-Subscription.
6.5 Testlizenz
Für die Evaluierung von i-net Clear Reports steht eine kostenlose Testlizenz zur Verfügung:
- 90 Tage kostenlose Nutzung ohne Funktionseinschränkungen
- Begrenzt auf 2 gleichzeitige Verbindungen während der Testphase
- Docker: Der Container benötigt für die Testlizenz Internetzugriff; ohne Internetzugriff wenden Sie sich bitte an den Support
- Kostenloser Standard-Support während der Evaluierung
- Lizenzschlüssel kann über die Website generiert werden
- Alle Funktionen der Standard- und Plus-Edition verfügbar
Mit der Testlizenz können Sie alle Funktionen von i-net Clear Reports evaluieren, bevor Sie eine kommerzielle Lizenz erwerben. Ebenso können Sie alle Lizenztypen ausprobieren und so die technische Integration in Ihre Umgebung im Vorfeld testen.
7 Systemanforderungen
7.1 Server
| Bereich | Anforderung |
|---|---|
| Prozessor | Mindestens 2,0 GHz und 2 Kerne für einen einfachen Bericht; mehr je nach Komplexität und Anzahl gleichzeitiger Berichte |
| Arbeitsspeicher | 1 GB RAM zusätzlich zu den übrigen Komponenten auf dem Server; mehr je nach Komplexität der Berichte. Mit der Plus-Edition senkt ein Festplatten-Cache den Bedarf |
| Festplatte | Mindestens 1,5 GB freier Speicherplatz (500 MB Installationsverzeichnis, 1 GB Temp-Verzeichnis) |
| Betriebssysteme | Windows Server 2025, 2022, 2019, 2016; Windows 11, 10; Linux; macOS 13+; Docker (produktiv nur mit Site-, Cloud- oder Enterprise-Lizenz) |
| Java | Mindestens Java 21, unterstützt derzeit Java 21 bis 25. Die Java-VM (Eclipse Temurin) wird mit i-net Clear Reports ausgeliefert |
| Grafische Oberfläche | Auf dem Server nicht erforderlich |
| Clients | Aktuelle Versionen von Chrome, Firefox, Safari und Microsoft Edge; je nach Browser auch als PWA installierbar |
Maßgeblich sind die Systemanforderungen der aktuellen Version in der Online-Dokumentation. Welche Java-Versionen und Betriebssysteme je Produktversion unterstützt werden, zeigt die Version-Support-Seite.
7.2 Installation und Deployment
- Das Setup unterstützt die Installation per Dialog sowie als Textsetup, z. B. für Linux- und Unix-Systeme ohne grafische Oberfläche
- Betrieb in Anwendungsservern (Jakarta EE 11 oder höher), z. B. Jetty und Tomcat; alternativ Einbettung in Java-Anwendungen
- Betrieb in Docker (siehe unten)
7.2.1 Docker-Installation
i-net Clear Reports steht als Docker-Image bereit. Für den produktiven Betrieb in Containern gelten die Lizenzbedingungen aus dem Abschnitt Lizenzmodelle.
- Docker-Image auf Docker Hub
- Schneller Start mit:
docker run -d -p 9000:9000 -e CONF_listener__port=9000 --name reporting inetsoftware/i-net-clear-reports - Konfigurierbare Ports und Umgebungsvariablen
8 Support und Versionen
8.1 Dokumentation
- Erste Schritte: Einstieg in i-net Clear Reports
- Erste Schritte mit dem i-net Designer: Einstieg in den Berichts-Designer
- Sicherheitshinweise: Sicherheitsfunktionen und Berechtigungen
- Platform Programming Guide: Plugin-Entwicklung
- Anleitung für Docker-Container: Betrieb in Docker-Umgebungen
- FAQ: Häufig gestellte Fragen und Lösungen
8.2 API-Dokumentation
- Java-API: API-Referenz für alle Versionen
- .NET-API: .NET-Integration und SDK
- REST-API: WebAPI; die vollständige OpenAPI/Swagger-Datei liefert der Server unter
/api/swagger.json - Plugin-APIs: API-Dokumentation weiterer Plugins für eigene Erweiterungen
8.3 Versionssupport und Wartung
i-net Clear Reports erscheint mit zwei Hauptversionen pro Jahr (.4 und .10). Die x.10-Versionen sind Long-Term-Support-Versionen (LTS).
- Allgemeiner Support: Bis zu 5 Jahre
- Kritische Fehlerbehebungen: Bis zu 4 Jahre für x.10-Versionen
- Reguläre Fehlerbehebungen: Bis zu 3 Jahre für x.10-Versionen
- Fehlerbehebungen für x.4-Versionen: Bis zu 1 Jahr
- Neue Funktionen: Nur in der jeweils nächsten Version
Eine Übersicht der aktuell unterstützten Versionen, Java-Versionen und Support-Zyklen finden Sie auf der Version-Support-Seite.
8.4 Support und Kontakt
Der Support per E-Mail ist in der Lizenz enthalten. Wir antworten innerhalb von 24 Stunden an Werktagen; Supportzeiten sind Montag bis Freitag, 8:00 bis 17:00 Uhr (MEZ/MESZ).
- E-Mail-Support: clearreports@inetsoftware.de
- Dokumentation: Online-Dokumentation
9 Begriffsklärungen
- 2FA: Zwei-Faktor-Authentifizierung - Anmeldung mit einem zusätzlichen, unabhängigen zweiten Faktor
- Active Directory: Microsoft-Verzeichnisdienst für die zentrale Verwaltung von Benutzern und Ressourcen
- Ad-hoc-Reporting: Browserbasierte Erstellung eigener Auswertungen durch Endanwender auf Basis freigegebener Datenvorlagen
- ADFS: Active Directory Federation Services - Microsoft-Lösung für Single Sign-On, angebunden über OAuth/OpenID
- API: Application Programming Interface - Programmierschnittstelle für die Integration in andere Anwendungen
- Aufgabenplanung: Anwendung zur zeitgesteuerten und automatisierten Berichtsausführung (Plus-Edition)
- Band-Renderer: Rendering-Konzept, bei dem Berichte in horizontalen Streifen (Bändern) von Sektionen erstellt werden
- Berichts-Drive: Zentraler Speicherort auf dem Server für Berichte mit Berechtigungsverwaltung (Plus-Edition)
- Cassandra: NoSQL-Datenbank für Big-Data-Anwendungen
- Crystal Reports: Reporting-Software von SAP, deren Vorlagen i-net Clear Reports übernehmen kann
- CSV: Comma-Separated Values - Textdateiformat für tabellarische Daten
- Dashboard: Anwendung für anpassbare Übersichtsseiten mit Widgets
- Docker: Container-Technologie zur plattformunabhängigen Bereitstellung von Anwendungen
- Docker Hub: Cloud-basierte Registry für Docker-Images
- DOCX: Microsoft-Word-Dateiformat (Office Open XML)
- DSGVO: Datenschutz-Grundverordnung - EU-Verordnung zum Schutz personenbezogener Daten
- Factur-X: Deutsch-französisches (europäisches) Format zum Austausch von elektronischen Rechnungen
- FQDN: Fully Qualified Domain Name - vollständiger Domain-Name mit Hostname und Domain
- FTP: File Transfer Protocol - Protokoll für Dateiübertragung
- Host-Anwendung: Die Business-Anwendung, in die i-net Clear Reports eingebettet ist
- i-net Designer: Berichts-Designer von i-net Clear Reports zum Erstellen von RPT-Vorlagen
- Jakarta EE: Enterprise Edition - Java-Plattform für Enterprise-Anwendungen (Nachfolger von Java EE)
- JDBC: Java Database Connectivity - Standard-API für den Zugriff auf Datenbanken in Java
- JPEG2000: Bildformat mit wavelet-basierter Kompression
- JVM: Java Virtual Machine - Laufzeitumgebung für Java-Anwendungen
- Kubernetes: Container-Orchestrierungsplattform für die Verwaltung von Container-Anwendungen
- LDAP: Lightweight Directory Access Protocol - Protokoll für den Zugriff auf Verzeichnisdienste
- LookAndFeel: Austauschbares Erscheinungsbild (Theme) von Java-Swing-Oberflächen
- LTS: Long-Term-Support - Versionen mit verlängerten Support- und Fehlerbehebungszeiträumen
- MongoDB: NoSQL-Datenbank für dokumentenbasierte Speicherung
- NoSQL: Not Only SQL - Datenbanken, die nicht relational sind
- OAuth: Offener Standard für sichere Autorisierung in Webanwendungen
- ODBC: Open Database Connectivity - Standard-API für den Zugriff auf Datenbanken
- ODS: OpenDocument Spreadsheet - Tabellenkalkulationsformat
- OEM: Original Equipment Manufacturer - Lizenzmodell für Software-Integration in eigene Produkte
- OpenAPI/Swagger: Spezifikation und Werkzeuge zur Beschreibung und Dokumentation von REST-APIs
- OpenWebStart: Werkzeug zum Starten von Java-Anwendungen per JNLP, z. B. des Remote-Designers
- PAM: Pluggable Authentication Modules - Authentifizierungsframework für Unix/Linux
- Parameter: Eingabewerte, die zur Laufzeit an Berichte übergeben werden
- Passkey: Passwortlose Anmeldung auf Basis kryptografischer Schlüssel (FIDO)
- PDF/A: ISO-Standard für die Langzeitarchivierung von PDF-Dokumenten
- PDF/UA: ISO-Standard für barrierefreie PDF-Dokumente (Universal Accessibility)
- Peppol: Pan-European Public Procurement Online - EU-weites Netzwerk und Standard für elektronische Rechnungsstellung und öffentliche Beschaffung, basierend auf UBL 2.1 XML
- Plugin: Eine funktionale Erweiterung der Plattform
- Plugin Store: Zentrale Anlaufstelle für Updates und Installation neuer Funktionen
- Process-Bridge: Kommunikationsmechanismus zwischen .NET- und Java-Prozessen
- QR-Code: Quick Response Code - 2D-Barcode für schnelle Datenerfassung
- REST-API: Programmierschnittstelle über HTTP nach dem Architekturstil Representational State Transfer
- Row-Buffer: Speicherpuffer zur Optimierung der Datenverarbeitung in Berichten
- RPT: Report Template - Dateiformat für i-net Clear Reports Berichtsvorlagen
- RTF: Rich-Text-Format - Textdateiformat mit Formatierung
- SaaS: Software as a Service - Bereitstellung von Software als Dienst für Kunden
- SCIM: System for Cross-domain Identity Management - Standard für die Bereitstellung von Benutzern und Gruppen
- SDK: Software Development Kit - Entwicklungswerkzeuge für Programmierer
- Sideload: Manuelle Installation einer Plugin-Datei ohne den integrierten Plugin Store
- SSO: Single Sign-On - Authentifizierungsverfahren für einmalige Anmeldung
- SVG: Scalable Vector Graphics - Vektorbildformat
- Swing: Java-GUI-Toolkit für Desktop-Anwendungen
- Tomcat: Apache Tomcat - Java-basierter Web- und Anwendungsserver
- UBL: Universal Business Language - XML-Standard für Geschäftsdokumente wie Rechnungen
- VPC: Virtual Private Cloud - private Cloud-Umgebung in öffentlichen Cloud-Providern
- WebP: Google-Bildformat mit hoher Kompression
- Webview: Komponente zur Anzeige von Webinhalten in nativen Anwendungen
- XLSX: Microsoft-Excel-Dateiformat (Office Open XML)
- ZUGFeRD: Zentraler User Guide des Forums elektronische Rechnung Deutschland - Standard für elektronische Rechnungen
10 Über uns
Die i-net software GmbH mit Sitz in Berlin ist seit 1996 ein zuverlässiger Anbieter von Java-basierten Softwarelösungen. Unser Produktportfolio umfasst Tools für Reporting, Helpdesk, Dokumentenabgleich und DSGVO-konforme selbst gehostete Teamkommunikation, die weltweit eingesetzt werden.
Im Mittelpunkt unseres Unternehmens steht die Verpflichtung zu technischer Exzellenz, langfristiger Produktqualität und Kundenzufriedenheit. Unser erfahrenes Team aus Entwicklern, Designern und Beratern setzt sich mit Leidenschaft dafür ein, dass unsere Software robust, benutzerfreundlich und für die heutigen geschäftlichen Herausforderungen relevant bleibt.
i-net Clear Reports wurde über Jahrzehnte entsprechend den Wünschen einer großen globalen Nutzergemeinschaft entwickelt. Unser Support ist dabei intensiv bemüht, für jeden Kunden die passende Lösung zu finden. Bei der Entwicklung spielt die Security der Software für uns eine entscheidende Rolle und für die Qualität werden die Standards von "Made in Germany" umgesetzt.